Blog
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Definition
Weblogs sind öffentliche Tagebücher im Internet bzw. eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge.
Die Bezeichnung Weblog setzt sich zusammen aus «Web» und «Log». Log kommt von Logbuch und meint eine journalartig geführte Aufzeichnung von Ereignissen. Blog ist die Kurzform von Weblog und ist im populären Sprachgebrauch weiter verbreitet.
"Blogger sind die Weblog-Autoren der verschiedenen Weblogs. Blogger sind aber nicht nur Produzenten, sondern auch Konsumenten.
Das Schreiben von Weblog-Einträgen nennt man bloggen." [1]
Eine Besonderheit von Weblogs gegenüber statischen Webseiten ist zum einen die hohe Linkdichte sowie ist jeder Eintrag durch die Leser kommentierbar. Anhand dieser Kommentarfunktion kann eine Kommunikation zwischen den Lesern eines Artikels oder zwischen Autor und Leser stattfinden. Desweiteren wird in Verbindung mit einem Weblog ein Abonnement Service (via RSS oder Atom) angeboten (Beschreibung siehe 1.2). Nachdem dieser Service vom Leser - beim Besuch eines Weblogs - abonniert wurde, wird dieser automatisch mit Hilfe eines sogn. "Feed-Reader" benachrichtigt, sobald ein neuer Artikel veröffentlicht wird.
Die Technik des Weblogs
Charakteristisch für Weblog Publishing Systeme ist, dass es mit ihnen sehr einfach ist, Webseiten zu publizieren. Weblog Systeme basieren auf Content-Management-Systeme (CMS), die das Einfügen neuer Inhalte sowie die Veränderung bestehender Inhalte auch für Nutzer ermöglichen, die über keine oder nur geringe Kenntnisse im Webdesign verfügen. Die gestalterische Anpassung an die persönlichen Vorlieben des Nutzers lässt sich bei vielen Weblogs mit Hilfe von Templates vornehmen. [2]
Die Weblog-Software kann auf eigenem Webspace installiert oder als ASP-Dienst bei kostenlosen oder kostenpflichtigen Anbietern genutzt werden.
| Bildnummer | Elementbezeichnung |
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2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 | Datum, Zeit, Name des Autors
Kommentare Trackbacks* Pingbacks* Permalink* letzte Beiträge Kategorien Galerie Kalender Suche Archiv Links Atom-, RSS-Feed |
*Erläuterungen:
- Trackbacks: damit kann einem Weblog mitgeteilt werden, dass etwas über ihn in einem anderen Weblog geschrieben wurde. Oder umgekehrt, die Trackback-Funktion ermöglicht es festzustellen, ob auf einen eigenen Eintrag in einem anderen Weblog Bezug genommen wurde. Trackbacks stellen somit ein ideales Werkzeug zur Vernetzung von Weblogs dar.
- Pingbacks: wird die Benachrichtigung eines zentralen Dienstes unmittelbar nach Erstellen eines Artikels genannt. Es stellt eine Methode dar, die es Web-Autoren erlaubt, eine Benachrichtigung anzufordern sobald jemand ihre Dokumente oder Seiten verlinkt. Somit können Autoren nachverfolgen, wer auf ihre Seiten verweist oder Teile davon zitiert. Einige Weblog-Programmpakete (wie z.B. WordPress) unterstützen automatische Pingbacks: Bei der Veröffentlichung eines Blog-Eintrages werden alle darin aufgeführten Links automatisch benachrichtigt (angepingt).
- Permalink: dauerhafte URL des Beitrags; ermöglicht ein langfristiges, zuverlässiges Auffinden des Beitrages. Permalinks können andere Blogger dazu veranlassen einen bestimmten Artikel in ihrem Blog zu verlinken. Alle geschriebenen Artikel werden in einem Archiv hinterlegt und sind somit anhand von Permalinks immer aufrufbar.
[1] Vgl. Masterthesis Wolfgang Schweiger (Verfasser), Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 49
[2] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog [Stand: 20.01.2007]
Syndikate
RSS und Atom sind in aller Munde, besonders in Bezug auf Weblogs - aber was genau verbirgt sich dahinter?
Der folgende Abschnitt soll helfen, diese Frage detailliert zu beantworten.
RSS oder Atom (Syndikate) helfen schnell und immer aktuell über alle Meldungen von vielen Websites gleichzeitig informiert zu sein, ohne die Seiten mit dem Webbrowser zu besuchen. Beide Formate basieren auf XML, einem vielfältig einsetzbaren und systemunabhängigen Datenformat. Sie informieren den User über jede Änderung in einem Weblog. Mit jedem Eintrag erstellen nämlich die meisten Weblog-Softwares auch kleine Textdateien in XML, so genannte Feeds. Die standardisierte Sprache XML verbindet Inhalte im Gegensatz zu HTML nicht mit Layout-Informationen, sondern mit semantischen Angaben und ist maschinenlesbar. Feeds können in den verschiedenen Formaten wie RSS-Feed oder Atom-Feed weiterverschickt werden.
- RSS: RSS steht für «Really Simple Syndication» oder «Rich Site Summary». Es ist ein universelles Format in der Sprache XML für die Sammlung von News oder ähnlichen Informationen aus Weblogs oder anderen Onlinequellen sowie zum Austausch von Dateien. "RSS-Feeds" können auf vielen Webseiten bestellt werden. Als Nutzer eines RSS-Readers kann man RSS-Dateien lesen und so Änderungen einer Webseite verfolgen. Vorteil gegenüber HTML: Die Einfachheit und RSS-Dateien können plattform-unabhängig gelesen und weiterverarbeitet werden.
- Atom: Atom ist ebenfalls ein Format in XML-Sprache, das den plattformunabhängigen Austausch von Informationen ermöglicht. Atom möchte dabei die Vorteile der unterschiedlichsten RSS-Formate zu einem neuen Format zusammenfassen und mit neuen Elementen ergänzen. Atom soll so gestaltet werden, dass es vor allem die Bedürfnisse von Weblogs und Nachrichtenseiten unterstützt. Atom wird von den meisten Feed-Anbietern unterstützt.
...aber was ist nun der eigentliche Unterschied zwischen RSS und Atom?
RSS ist das ältere Format der beiden. Atom wurde aus RSS entwickelt, um Ungereimtheiten bei den Formatvorschriften für gültiges RSS auszuräumen. Die Formatierung ist sehr ähnlich, die Vorschriften zur Formatierung von gültigen Atom-Feeds sind aber eindeutiger. Ob sich Atom gegen das weit verbreitete RSS durchsetzen kann, wird sich zeigen. Durch die Ähnlichkeit der Formate ist es für Webmaster aber kein Problem, beide Formate parallel anzubieten um langfristig auf der sicheren Seite zu sein. Beide Formate werden bereits heute auf breiter Basis unterstützt. [3]
...und wie stehen diese in Zusammenhang mit einem Weblog?
Weblog Systeme wie WordPress oder Movable Type generieren RSS- und Atom-Feeds automatisch nach jeder Veröffentlichung eines Artikels und binden diese in den Weblog ein. "Alle Feeds enthalten einen Titel, eine kurze Zusammenfassung, Zeit und Permalink. Durch das Klicken auf den Titel oder den Permalink kann man den gewünschten Eintrag direkt im Internet-Browser aufrufen. Mit dieser Technik ist es möglich, mehrere interessante Weblogs zu beobachten, zu verfolgen und effizienter zu lesen." [4] In modernen Browsern steht ein orangfarbenes Feed Icon (z.B. in der Adressleiste) zur Verfügung oder/und es wird ein Hyperlink bereitgestellt, welcher mit der zu abonnierenden Datei verbunden ist.
- Feed-Reader- Programme: Um Feeds von einer Internetadresse abrufen und in XML lesen zu können, benötigen die User - wie oben bereits erwähnt - einen Feed-Reader oder Newsreader. Hierbei handelt es sich um eine persönliche Nachrichtenzentrale, welche den User mit anderen Weblogs vernetzt. Durch ihn wird informiert (via RSS oder Atom) wenn in bevorzugten Weblogs neue Beiträge geschrieben wurden. Feedreader sind in den aktuellen Browsern wie Opera, Firefox und dem Internet Explorer ab Version 7 enthalten. Möchte man auf einer bestimmten Webseite kontinuierlich über Änderungen nzw. Neuigkeiten benachrichtigt werden, reicht lediglich ein Klick auf das orangefarbene Feed-Icon in der Adresszeile aus.
Es gibt 3 Arten von Feed-Reader:
- Desktop-Feed-Reader: Diese werden direkt am PC installiert und bedient.
- Online-Feed-Reader: Diese Newsreaders sind unabhängig vom PC, die Feeds liegen auf einem Webserver und sind überall und jederzeit abrufbar. RSS-Anfängern ist ein webbasierter Feed-Reader anzuraten.
- Webbrowser mit Feed-Reader: Die Feed-Readers können in den Web –Browser eingebaut sein oder den Web-Browser unterstützen. Alle Operationen des Feed-Readers werden in die Browser-Arbeiten integriert. [5]
Die Webseite www.rss-verzeichnis.de bietet einen Überblick über derzeitig verfügbare RSS-Reader für Windows, Macintosh, Linux sowie Cross-Java [Stand: 18.01.2007].
[3] Vgl. http://www.content-innovation.de/content/magazin/0/1195-rss-atom-und-co.htm [Stand: 18.01.2007]
[4] Vgl. Schweiger Wolfgang, Masterthesis: Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 73
[5] Vgl. Schweiger Wolfgang, Masterthesis: Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 72
Hintergrund
Es kann grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass die Entstehung von Weblogs zeitgleich mit der Entstehung des Internets verbunden ist. "Das erste Weblog wurde von Tim Berners-Lee, dem Erfinder des WorldWideWebs, in den frühen 90er Jahren eingerichtet." [6] Dieses Weblog diente zu dieser Zeit ausschließlich als Plattform, um auf andere interessante Online-Quellen zu verweisen.
Der Beginn der Weblog-Ära wurde mit dem Jahr 1997 angesetzt. "Zu dieser Zeit entwickelte sich mit Camworld, einer Website von Cameron Barret, die erste Community zu diesem Thema. Weitere Pioniere waren Dave Winer mit seinem Scripting News Weblog und John Barger, der u.a. den Begriff Weblog einführte. Bis 1999 gab es nur ungefähr 25 Webseiten, die man heute als Weblog bezeichnen würde." [7] "Mitte 1999 boten die ersten Dienstleister ihre Dienste an, um die technischen Aspekte der Gestaltung und Veröffentlichung von Weblogs zu automatisieren: Pitas, Livejournal und Blogger halfen, dass sich das Genre über den ursprünglichen Kreis einer kleinen Gemeinschaft verbreitete." [8] Diese ersten Weblogs waren eine einzigartige Mischung von Links und persönlichen Kommentaren. "Mit der Zunahme von Blog-Hostern (Beschreibung siehe Kapitel 5.1) und Bloggern wandelte sich auch der Charakter von Weblogs. Waren sie anfangs vor allem kommentierte Link-Sammlungen, so entwickelten sie sich zu Webseiten mit regelmäßigen, chronologisch geordneten Eintragungen. Im Mittelpunkt standen persönliche Eindrücke und Erlebnisse. Durch das Angebot zahlreicher Features wie Permalink, Trackback oder die Integration von RSS-Feeds entstand eine stark vernetzte Blogosphäre." [9] Diese verbreitete sich lawinenartig über den ganzen Erdball. Weblogs haben sich somit zu einem immensen und aktuellen Trend im Internet entwickelt, welcher auch weiterhin dynamisch Weiterwachsen wird, wie der im August 2006 veröffentlichte Report „State of the Blogosphere“ von Technorati, einer amerikanischen Suchmaschine, belegt.
[6] Vgl. Sven Przepiorka, Diplomarbeit: Weblogs und deren
technische Umsetzung, März 2003, Seite 4
[7] Vgl. Sven Przepiorka, Diplomarbeit: Weblogs und deren technische Umsetzung, März 2003, Seite 4
[8] Vgl. Schweiger Wolfgang, Masterthesis: Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 50
[9] Vgl. Schweiger Wolfgang, Masterthesis: Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 50
Anwendung
Einsatzgebiete von Weblogs
Es gibt zahlreiche Einsatzgebiete von Weblogs, die sich in den wesentlichsten Merkmalen stark voneinander unterscheiden. Folgender Abschnitt skizziert die derzeitig wichtigsten und verbreitesten Einsatzmöglichkeiten:
- Online Tagebuch (Individuelle / Private Zwecke)
- Newsletter
- Kommunikationsplattform für Privatpersonen / Geschäftspersonen / Unternehmen
- Abhandlung von internen Abwicklungen in Organisationen wie Unternehmen, Universitäten, Schulen
- Informationssammlung und -ablage für Wissenschaftler, Lehrer, Schüler/Studenten und Privatleuten
Der Unterschied von Weblogs zu Wikis [10]
Obwohl Weblogs und Wikis auf einfachen Content-Management-Systemen basieren weisen sie doch eine Reihe von Unterschieden auf.
- „Weblogs sind vernetzt, Wikis verlinkt.“ Dies bedeutet, dass Weblogs meist auf andere Weblogs durch die Verwendung von Permalinks und Trackbacks verweisen. Wikis hingegen sind intern verlinkt.
- “Weblogs sind zeitlich, Wikis räumlich“ . Die Einträge in Weblogs sind chronologisch strukturiert, in Wikis werden die Beiträge nach Themen, Wissensgebieten oder alphabetisch geordnet.
- „Weblogs sind kurzlebiger, Wikis langlebig“: Die Einträge in einem Weblog beziehen sich meist auf aktuelle Themen, wogegen Wiki-Beiträge oft Sachthemen sind.
- „Weblogs sind spontan, Wikis bedacht“ . Weblogs reagieren sehr schnell und spontan auf Ereignisse, in Wikis spielt die Aktualität weniger eine Rolle.
- „Weblogs sind kommunikativ, Wikis kollaborativ“. Einzelne Weblogs sind miteinander vernetzt und kommunizieren miteinander. Die Kommunikation erfolgt meist über Kommentare oder andere Hinweise wie Permalink oder Trackback. Wikis hingegen arbeiten in einem System gemeinsam an einem gemeinsamen Thema.
[10] Vgl. Schweiger Wolfgang, Masterthesis: Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 58
Verwendung an der Hochschule
Möglichkeiten:
- Weblogs lösen die Chats, Foren, Mailinglisten als Lernplattformen ab oder ergänzen diese
- In Weblogs wird eine diskursive Art des Schreibens gefördert und ausgebildet, indem sich Studierende kontinuierlich zu vorgegebenen Themen äußern, fremde Beiträge kommentieren und lernen Kritik anzunehmen
- Weblogs bieten Raum die eigenen Gedanken oder die eigene Wahrnehmung eines Sachverhalts darzustellen, aber auch um mit einer Gruppe anderer Benutzer Kontakt aufzunehmen. Weblogs fördern so Wissensaustausch, die Eigeninitiative und Kreativität der Benutzer.
Voraussetzung, um einen Weblog effizient zu betreiben:
- Unter den Studierenden muss grundsätzlich die Bereitschaft und Motivation bestehen, eigenständig zu schreiben
1. Das Weblog als Projekttagebuch für die Lehrveranstaltung "Projektmanagement"
Studentische Projektgruppen können Weblogs einsetzen um auf einfache Weise eine aktuelle Projekt-Homepage zu betreiben. Bisher war das Pflegen von Homepages sehr aufwändig und nur mit entsprechenden Fachkenntnissen möglich. Durch einen Webblog wird die Konzentration auf die Inhalte wieder möglich.
Das Projekttagebuch ist besonders für die Lehrveranstalung Projektmanagement (an der HS AlbSig im 5. Semester WiW) empfehlenswert, um die Kommunikation unter den Teammitgliedern zu steigern und das Projekt somit schnell und effizient voranzutreiben.
Als ein Projekttagebuch bietet das Weblog folgende Möglichkeiten:
- Ablage aktueller Informationen und Änderungen bzgl. aller Projektbeteiligten und des Projektzieles
- Gewährliestung einer schnellen Veröffentlichung aktueller Projektaktivitäten und Termine
- Verfolgung des Fortschrittes aller anderen Teammitglieder, dabei können Nachfragen gestellt oder Hilfestellungen gegeben werden
- Lehrende können durch Kommentare die Arbeit unterstützen, wobei hier die Feedback-Funktion im Vordergrund stehen sollte
- Dokumentation von Entscheidungen
- Verteilung von Informationen wie:
- Berichte über angefangene (oder auch beendete) Aufgaben,
- Vorstellung neuer Teammitglieder,
- Änderungen von Zuständigkeiten,
- Ankündigung von Meetings,
- Statusberichte,
- Sitzungsprotokolle,
- Ergebnisse von Kundengesprächen bei einem externen Projekt mit einem Unternehmen.
2. Weblogs für Lehrende
Über ein zentrales Weblog stellt der Lehrende Materialien und Aufgabenstellungen ein, welche die Studierenden über ihre eigenen Weblogs bearbeiten sollen. Die Studierenden erhalten somit eine persönliche Dokumentation der Lehrveranstaltung, die über das zentrale Weblog vernetzt ist. Durch das Lesen und Kommentieren auf den Weblogs wird die Kooperation unter den Studierenden gefördert und selbstgesteuertes Lernen unterstützt. Der Lehrende kann die Aktivität verfolgen und optional intervenieren und Hilfestellung geben.
Des Weiteren kann ein Weblog für Lehrende eingesetzt werden um "Aktuelle Dinge“ auf der Lehrstuhlseite (falls vorhanden) zu veröffentlichen – somit als Newsletters oder Ergänzung genutzt werden. Das Weblog kann vom Lehrenden selbst oder seinen Mitarbeitern gefüllt werden - mehrere Autoren sind möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Besucher der Lehrstuhlseiten die aktuellen Inhalte per RSS abonnieren können. So müssen sie nicht ständig die Homepage überprüfen, sondern können sich benachrichtigen lassen, wenn es eine aktuelle Information gibt. Damit wird sicher gegangen, dass keine aktuelle Information verpasst wird.
3. Weblogs für Lehrveranstaltungen
Weblogs können dazu verwendet werden, Informationen zu Lehrveranstaltungen zu veröffentlichen. Sie können von Hinweisen zum Stundenplan über Literaturhinweise, Aufgaben, Lernmaterialien bis zu Prüfungsanforderungen gehen. Der Lehrende veröffentlicht die Materialien an zentraler Stelle (alle Formate wie Text, PDF, Word, Excel, Powerpoint etc. sind möglich), die Studierenden können sie herunterladen und, wenn gewünscht, ihre Lösungen über das Weblog rückübermitteln. Auch hier können die Studierenden das Weblog per RSS abonnieren um nichts zu verpassen. Die Weblogs der Lehrveranstaltungen können in die Webseiten des Lehrstuhls integriert oder von ihnen aus verlinkt werden.
4. Weblogs "von und für" Studenten
Das Weblog ermöglicht dem Studenten individuell eine persönliche Plattform zu schaffen, um über die eigenen Erfahrungen im Studienalltag zu berichten:
- Reflexion von Praktikumserfahrungen in Unternehmen
- Wiedergabe von Auslandserfahrungen in Unternehmen oder an Universitäten
- Wiedergabe von Erfahrungen mit bestimmten Lehrveranstaltungen
- Plattform für Tipps bzgl. Diplomarbeit (Erfahrungen mit Themen/Unternehmen/Betreuern, Layoutgestaltung, Copy-Shops...)
Ferner kann auf interessante Lerninhalte im Web hingewiesen werden, Lerninhalte aktuell und permanent zur Verfügung gestellt werden sowie Vorlesungsmitschriften archivierbar und durchsuchbar gemacht werden.
Das Archivieren von Weblogs
Um das angehäufte Wissen im begleitenden Weblog der Lehrveranstaltung nach dem Semester archivieren bzw. ausdrucken zu können (bevor das Blog oder dessen Beiträge gelöscht werden), bietet https://www.blogprinting.com/blogprint/index.php die Möglichkeit auf einen Druck-Dienst zurückzugreifen. Anzumerken ist, dass dieser Dienst ausschließlich nur für jene Weblogs funktionieren, welche mit den Software-Paketen WordPress, Movable Type oder Typepad erstellt wurden. Dazu muss der Benutzer lediglich auf der Hauptseite der oben genannten Webseite den Usernamen, das Password und die URL des eigenen Blogs eingeben und schon werden die Texte aus dem gewünschten Posting-Zeitraum in ein PDF-Format umgewandelt. Dieses kann nach Wunsch abgespeichert bzw. ausgedruckt werden.
Tools & Anleitung
ASP-Plattformen
Die einfachste und schnellste Methode einen Weblog auf dem PC einzurichten ist die Wahl eines Weblog-Anbieters. "Bei dieser Art von Weblog wird der Platz auf Webservern und eine vorinstallierte Blog-Software zur Verfügung gestellt." [11] Innerhalb weniger Minuten und ohne Programmier-, HTML- oder anderen IT Kenntnissen kann online ein Weblog anhand eines vom Anbieter vorgefertigten Templates erstellt werden. Der User wird bei der Installation Schritt für Schritt von einem „Assistenten“ begleitet.
Es stehen heute eine Vielzahl von Web-Hostern der Blogger-Community zur Verfügung. Unter www.plasticthinking.org findet man eine breite Auswahl dieser.
Anmerkung: Diese Einsatzmethode ist für unser Projekt und den Einsatz an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen irrelevant, sie soll jedoch der Vollständigkeit halber erwähnt werden.
[11] Vgl Masterthesis Wolfgang Schweiger (Verfasser), Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006, Seite 53
Software zur Selbstinstallation
Bevor ein Weblog eingerichtet werden kann, sollten folgende Systemanforderungen den individuellen Ansprüchen entsprechend abgeglichen werden:
Hardwareanforderungen:
- Installation über ein lokales System: handelsüblicher PC ausreichend
- Installation über ein öffentliches System: Webserver notwendig
Softwareanforderungen:
- Download einer lizenzfreien Software (Open Source): WordPress, Serendipity
- Download einer kostenpflichtigen Software (Kommerzielle Software): Movable Type
Neben den oben genannten Hard- und Softwareanforderungen sind noch folgende Programme notwendig um den "Bloggeralltag" zu erleichtern:
- FTP-Programm: um Dateien auf den Webspace zu laden, zu löschen oder Schreibrechte zu setzen
- HTML/PHP Editor
- Grafikeditor
- Audioeditor
- Feedreader
- Datenbankverwaltung
Eine Blog-Software Chart mit vielen Informationen findet man unter Asymptomatic.net, Plasticthinking.org sowie Unblogbar.com.
Anmerkung: Für die Installation eines Weblogs-System sind keine Kentnisse in den Programmiersprachen HTML, XHTML, SQL, PERL oder CSS erforderlich. Grundkenntnisse von PHP sind erst dann nötig, wenn das Weblog auf seine speziellen Bedürfnisse angepasst werden soll - sowie CSS und HTML bei Layoutänderungen. Das Anbieter Handbuch bietet eine gute Einarbeitungshilfe - auch ohne diese Kenntnisse.
Die Umsetzung
Mit einer Open-Source Software (WordPress)
Das Umsetzungsbeispiel WIW-Blog wurde mit der Software WordPress Version 2.0 abgewickelt, welche sich bestens für die schnelle Umsetzung eines Weblogs, ohne grundlegende IT-Programmierkenntnisse, eignet. Die Software ist recht schnell und einfach zu installieren und einzurichten und ist im Gegensatz zu den anderen vergleichbaren Programmen in deutscher Sprache konzepiert. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet was eine schnelle Einarbeitung zur Folge hat. Da es sich bei WordPress um eine Open Source Software handelt, ist diese frei erhältlich und der Quellcode ist offen und kann nach belieben - mit den notwendigen Programmiergrundkenntnissen - verändert werden. Wordpress besticht durch seine Benutzerfreundlichkeit, d.h. PHP-, HTML- Javascript- oder CSS-Kenntnisse sind keine Voraussetzung um ein WordPress-Blog zu betreiben, helfen aber das Blog den eigenen Bedürfnissen anzupassen.
Installationsschritte
Für die Selbstinstallation einer Weblog Software gibt es zwei Möglichkeiten:
- Eine Installation ohne Verbindung zum WorldWideWeb
- Eine Installation über einen Webserver
1. Eine Installation ohne Verbindung zum WorldWideWeb
Sollte ein Anwender noch keine Erfahrung mit dem Erstellen und Einrichten von Weblogs gemacht haben, ist eine Installation der Software über einen lokalen PC ratsam. Alle Softwarepakete, welche man selbst installieren muss, benötigen eine geeignete Umgebung um lokal lauffähig gemacht zu werden. Das bedeutet, dass man einen lokalen Webserver und die benötigte Datenbank auf dem lokalen PC zur Verfügung stellen muss.
Für unerfahrene Nutzer bietet sich daher XAMPP als Testumgebung an. XAMPP ist von Apache entwickelt worden um dem Benutzer ein Paket aus "MySQL PHP Perl" zur Verfügung zu stellen. Diese Komponenten stellen zusammengefasst eine mögliche Standard Ausstattung eines Webservers dar. Die jeweils aktuelle Version dieses Paketes kann unter Apachefriends.org kostenlos heruntergeladen werden und kann auf allen gängigen Betriebssystemen wie Linux, Windows (98, NT, 2000, 2003 und XP), Solaris SPARC sowie Mac OS X eingerichtet und lauffähig gemacht werden. Nach der abgeschlossenen Installation von XAMPP kann die heruntergeladene Weblog Software auf dem lokalen PC installiert und das Weblog im Anschluss eingerichtet werden.
2. Eine Installation über einen Webserver
Als Voraussetzung für die Installation von WordPress Version 2.0 ist ein Webspace-Paket mit folgenden Voraussetzungen erforderlich:
- PHP Version 4.2 oder höher
- MySQL Version 3.23.23 oder höher
- Das Apache mod_rewrite Modul, für “schönere URIs”
Für die WordPress Installation wird als Betriebssystem ein Linux Server mit Apache empfohlen, aber alle Server, die PHP und MySQL unterstützen eignen sich genauso gut. Es sollte vorab im Rechenzentrum der Hochschule abgeklärt werden, ob eine Domaine und genügend Speicherplatz vorhanden sind. In aller Regel steht allen Hochschulangehörigen Speicherplatz auf dem Server der Hochschule zur Verfügung. Desweiteren sind der Zugriff auf eine MySQL-Datenbank und PHP-Skripte erforderlich. Sind diese Anforderungen erfüllt, so kann WordPress zur Veröffentlichung auf einem Webhost installiert werden.
Der folgende Abschnitt beschreibt sequentiell die Vorgehensweise der Installation in zehn Schritten:
1. WordPress auf der Webseite www.wordpress-deutschland.org/download herunterladen.
2. Datei entpacken (z. B. mit WinZip).
3. readme.html lesen.
4. Datei wp-config-sample.php in einem einfachen Texteditor (z.B. Wordpad oder Simpletext) öffnen und die gewünschten Datenbankdaten einfügen --> Anpassung von Zeile 6-9 :
5 //**My SQL settings**// 6 define (’DB_Name’, ’wordpress’); // Name der Datenbank 7 define (’DB_USER’,’username’); // Nutzername für die Datenbank 8 define (’DB_PASSWORT’,’passwort’); // Passwort für die Datenbank 9 define (’DB_HOST’,’localhost’);
Hierbei wird der Name der Datenbank, Nutzername für die Datenbank und das Passwort eingestellt. Diese Datei dann unter dem neuen Namen wp-config.php abspeichern.
5. Alle Datein via FTP auf den Server hochladen.
6. Mit dem Browser auf folgende URL zugreifen www.ihre-domain/wp-admin/install.php. um die Installation zu starten. (Hilfe: Die install.php Datei liegt relativ zu den Daten, die hochgeladen wurden, im wp-admin Ordner)
7. Es erscheint ein Begrüßungstext, auf „weiter“ klicken
8. "Step 1" Datenbank-Tabellen werden angelegt, weiter zu "Step 2" klicken
9. "Step 2" Datensätze werden eingefügt. Am Ende erscheint der Pfad zum neu erstellten Weblog, dieser sollte normalerweise korrekt dargestellt sein – nach Überprüfung auf "Step 3" klicken
10. Geschafft! WordPress generiert für den neuen User ein Passwort (Unbedingt notieren! Dieses kann später über die Einstellungen jederzeit geändert werden). Mit dem Bebutzernamen und diesem Passwort kann der User sich sofort einloggen (der Login-Link).
Ist die Installation erfolgreich abgeschlossen, muss das neue Weblog noch angepasst werden. Es muss einen Namen dafür gefunden sowie eine Email-Adresse für den Hauptkontakt angegeben werden. Im Anschluss wird der sogn. Administrator-Account erstellt und eingerichtet, welcher den Benutzernamen sowie das Passwort enthält (welches geändert werden kann). Der Administrator hat nun das Recht anderen Usern Rechte zuzuweisen, um das Weblog ebenfalls bearbeiten zu können. Desweiteren müssen von nun an keine regelmäßigen Instandhaltungsmaßnahmen an der Datenbank durchgeführt werden, diese sollte lediglich gesichert werden. Wurden alle diese Einstellungen durchgeführt, kann die Einrichtung der Benutzeroberfläche des neuen Blogs in Angriff genommen werden.
Das Benutzerhandbuch
A) Die Benutzerrechte
Der Administrator besitzt die Befugnis jedem neuen Weblog Benutzer individuelle Benutzerrechte zuzuteilen. WordPress Version 2.0 stellt dafür fünf Hierarchieebenen zur Verfügung:
1. Administrator: besitzt alle Rechte innerhalb des Weblogs:
- Beiträge schreiben & Neue Seite auf dem Weblog erstellen
- Neue Benutzer festlegen und ihnen Rechte zuteilen
- Verwaltung von erstellten Beiträgen, Seiten, Kategorien, Kommentaren,
- Moderation
- Links verwalten, hinzufügen, importieren
- Themes auswählen und neu erstellen (CSS Kenntnisse erforderlich)
- Plugins Verwaltung
- Durchführung allgemeiner Einstellungen (Bearbeitung von Passwort, Profil, Permalinks, Datum, Kategorien etc....)
- Hat die Rechte Feeds, Dateien, Newsletter etc. zu importieren
2. Herausgeber:
- Beiträge schreiben & Neue Seite auf dem Weblog erstellen
- Durchführung eigener Profiländerungen
- Verwaltung von erstellten Beiträgen, Seiten, Kategorien, Kommentaren,
- Moderation
- Links verwalten, hinzufügen, importieren
3. Autor:
- Beiträge schreiben
- Verwaltung von erstellten Beiträgen, Kommentaren
- Durchführung eigener Profiländerungen
4. Mitarbeiter:
- Beiträge schreiben
- Verwaltung von erstellten Beiträgen
- Durchführung eigener Profiländerungen
5. Registrierter Leser:
- Durchführung eigener Profiländerungen
B) Menüpunkte des Weblogs
Die Benutzeroberfläche von WordPress Version 2.0 gliedert sich in acht Haupteinstellungskategorien (und viele kleine Unterkategorien), welche wie folgt strukturiert sind:
1. SCHREIBEN
a) Beiträge schreiben
Was sind Beiträge?
Beiträge (Posts) sind zeitabhängige und -orientierte Objekte. Sie werden zu einer bestimmten Zeit verfasst und der Inhalt ist in der Regel (nur) zu diesem Zeitpunkt aktuell.
Wie schreibe ich einen Beitrag?
Durch einen Klick auf "Schreiben" im WordPress-Administrationsbereich gelangt man auf die Seite, auf der man neue Einträge erstellen kann.
b) Seiten schreiben
Was sind Seiten?
Seiten sind ähnlich wie Beiträge, sie besitzen nur mehr Funktionen als diese und stehen außerhalb der normalen Blogchronologie. Seiten können für die Pflege und Organisation von Inhalten verwendet werden, die langlebiger und "statischer" sind, als Beiträge.
Wie schreibe ich eine Seite?
Durch einen Klick auf "Schreiben" im WordPress-Administrationsbereich gelangt man auf die Seite, auf der man neue Einträge erstellen kann. Hier gibt es die Reiter "Beiträge schreiben" und "Seite schreiben" (und ggf. weitere, was jedoch von eventuell installierten und aktivierten Plug-Ins abhängt). Durch den Klick auf den Unterreiter "Seite schreiben" von "Schreiben" erhält man eine Eingabemaske, die der für Beiträge ähnelt.
c) Arbeitsbereich
- Titel: Hier gibt man den Titel des Eintrags ein. Er erscheint über dem Eintrag und in der Titelleiste des Browsers.
- Beitrag: Hier gibt man den Text seines Eintrags ein.
- Quicktags: Über dem Beitragsfeld sieht man einige Felder mit sogenannten Quicktags. Diese ermöglichen einem das leichte Einfügen von gebräuchlichen HTML-Tags. Klickt man auf eines dieser Felder, so erscheint der entsprechende Tag im Beitragsfeld an der Stelle an der sich der Cursor befindet. Hat man schon einen Text geschrieben und möchte nachträglich Tags einfügen, so markiert man den entsprechenden Text und klickt dann den gewünschten Tag an.
- Trackback eine URL: Möchte man einen Link, der nicht im Beitrag vorkommt trackbacken oder hat die Option "Pingback die URLs in diesem Beitrag" deaktiviert, muss man die URLs hier eingeben. Mehrere URLs müssen durch einen Leerschritt voneinander getrennt werden.
- Kategorien: Hier sind alle Kategorien und Unterkategorien aufgelistet, die man zur Verfügung hat (auch solche, die zuvor selbst angelegt wurden). Man hat die Möglichkeit hier eine oder mehrere Kategorien auszuwählen, in der der Eintrag erscheinen soll.
- Status: Man hat hier die Möglichkeit einen Status auszuwählen, in welchem der neu erstellte Beitrag dargestellt werden soll. Dafür gibt es drei Auswahlmöglichkeiten:
- a) veröffentlicht: Wählt man diese Option, wird der Beitrag im Blog veröffentlicht.
- b) Entwurf: ist der Beitrag noch nicht vollständig und soll erst später weiter bearbeitet werden, kann man diese Option aktivieren. Der Eintrag wird dann als Entwurf gespeichert und erscheint nicht im Blog.
- c) privat: Einträge, die zu privat sind um sie zu veröffentlichen, können gespeichert werden. Sie erscheinen bei den editierbaren Beiträgen, nicht jedoch bei den Entwürfen.
- a) veröffentlicht: Wählt man diese Option, wird der Beitrag im Blog veröffentlicht.
- Diskussion: Hier hat man die Möglichkeit Kommentare und Pingbacks zu erlauben oder oder nicht zuzulassen.
- Beitrags-Passwort: Hier kann man Beiträge mit einem Passwort schützen, so dass Besucher ein Passwort eingeben müssen, bevor sie den Eintrag lesen können.
- Zeitstempel: Dieses Feld gibt einem die Möglichkeit das Datum und die Uhrzeit eines Eintrags zu beeinflussen. Setzt man die Zeitmarke in die Vergangenheit, so erscheint der Beitrag an der chronologisch richtigen Stelle im Blog, also unter Umständen hinter anderen Einträgen. Setzt man die Zeitmarke in die Zukunft, so erscheint der Beitrag erst, wenn die angegebene Zeit gekommen ist.
- Autor: Aus der Liste der registrierten User kann ein Autor für den neu zu erstellenden Beitrag ausgewählt werden.
- Upload: diese Funktion erlaubt es eine auf dem eigenen System gespeicherte Datei (.html, .jpg,...) in den Beitrag zu laden
2. VERWALTEN
a) Beiträge
Im Hauptteil des Fensters sind alle Beiträge des aktuellen Monats aufgelistet, die man bearbeiten oder löschen kann. Durch die Auswahl im Drop-Down-Menü und einen Klick auf "Zeige Monat" kann man auch in einen anderen Monat wechseln. Zudem hat man die Möglichkeit nach Beiträgen zu suchen. Einfach einen Begriff eingeben unter das Feld "Zeige Beiträge, die folgendes enthalten..." und auf "Suchen" klicken.
b) Seiten
Im Hauptteil des Fensters sind alle erstellten Seiten aufgelistet, die man bearbeiten oder löschen kann.
c) Kategorien
WordPress 2.0 speichert Einträge in einer oder mehreren Kategorien. Gegenwärtig muss jede Kategorie eine eindeutige Bezeichnung haben. Jede Kategorie kann einer Oberkategorie zugeordnet werden, um Unterkategorien hierarchisch darzustellen. Standardmässig werden von WordPress 2.0 Links zu den Kategorien generiert, wenn diese im Weblog angezeigt werden. Durch das Klicken auf einen solchen Link wird eine Seite ausgegeben, die nur Einträge der jeweiligen Kategorie enthält. Neue Kategorien werden durch Klicken auf den "neue hinzufügen" Link im oberen Teil der Seite angelegt, oder durch Ausfüllen des Formulars am Ende der Seite. Das Anlegen einer neuen Kategorie beinhaltet, dass eine eindeutige Bezeichnung verwendet wird, dass eine Oberkategorie angegeben wird, sofern eine Unterkategorie angelegt werden soll, und dass, wenn gewünscht, eine kurze Beschreibung der Kategorie eingegeben wird. Es sei erwähnt, dass WordPress die Beschreibung der Kategorie standardmässig neben dem Kategorienamen im Kategoriemenu anzeigt. Daraus kann resultieren, dass Kategoriename und -beschreibung über mehrere Zeile gehen.
d) Kommentare
Besucher können Kommentare hinterlassen, wenn diese Option vom Administrator eingestellt wurden. Auf der Seite "Kommentare anzeigen" können alle Kommentare eingesehen werden, die zu den Artikeln abgegeben wurden. Dort werden auch Informationen über den Kommentator angezeigt, einschließlich der IP-Adresse. Hier kann der Kommentar editiert oder gelöscht werden.
Im Anzeigemodus der Seite sind folgende Möglichkeiten gegeben:
- Kommentar bearbeiten
- Kommentar löschen (Kann nicht wieder rückgängig gemacht werden!)
- Den Artikel bearbeiten, auf den sich der Kommentar bezieht
- Den Artikel ansehen, auf den sich der Kommentar bezieht
Durch Klicken auf "Bearbeiten" des Kommentars oder des Artikels, auf den sich der Kommentar bezieht, gelangt man auf die Seite im Admin-Menü zum Bearbeiten eines Artikels bzw. Kommentars.
e) Moderation erwartend
Sind Kommentare vorhanden, können diese anhand dieser Option durch den Administrator bzw. Herausgeber moderiert werden.
3. LINKS
Durch diese Funktion können externe Links hochgeladen, bearbeitet und gelöscht werden. Des Weiteren erlaubt WordPress 2.0 das Erstellen von Linkkategorien.
4. THEMES
Durch diese Option kann zum einen die Headergraphik und -farbe verändert sowie ein neues Layout festgelegt werden. Dafür stehen dem User zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:
- Ein neues Theme online zu downloaden. Dabei muss beachtet werden, dass dieses nach der Installation in den Ordner wp-content/themes kopiert wird.
- Programmierung eines eigenen Layouts. Dabei muss der Standardquellcode von WordPress 2.0, welcher in diesem Anzeigefeld gesichert ist, mit Hilfe des integrierten Theme-Editors verändert werden. Dafür sind ausreichend HTML und CSS-Kenntnisse erforderlich.
5. PLUGINS
Pluginverwaltung: Plugins vergrößern und erweitern den Funktionsumfang von WordPress 2.0. Sobald ein Plugin installiert ist, kann es manuell auf dieser Seite vom User aktiviert oder auch wieder deaktiviert werden. Einige Beispiele von Plugins bei WordPress 2.0:
- CJD-Spam Nuke: Dieses Plugin macht diejenigen Kommentare sicht- und löschbar, die mit dem Attribut ‘Spam’ in der Datenbank herumliegen.
- Time Zone: Automatische Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit. Einstellungen können unter: Optionen » Time Zone geändert werden.
6. UPLOAD
Sollte der User einen Artikel oder Kommentar in einem anderen Blogsystem haben, kann WordPress diesen importieren. Zum Starten muss dafür jedoch erst eines der folgenden Systeme ausgewählt werden, von welchem der Beitrag importiert werden soll:
- Blogger and Blogspot: Importiert Beiträge von Blogger
- LiveJournal: Importiert Beiträge von LiveJournal.
- Textpattern: Importiert Beiträge von einem Textpattern-Blog
- RSS: Importiert Beiträge von einem RSS-Feed
- Movable Type and Typepad: Importiert Beiträge von Movable Type
7. BENUTZER
In diesem Bereich kann der Administrator die Benutzerrechte aller aufgelisteten Benutzer des eigenen Weblogs bearbeiten und verwalten. Des weiteren kann ein neuer Benutzer, über das bereitgestellte Formular, hinzugefügt werden. Der Administrator legt dabei den vorläufigen Benutzername, das Passwort und die Benutzerrechte fest. Des Weiteren muss eine Emailadresse angeben werden, an welche - für den Fall, dass das Passwort verloren bzw. vergessen wurde - das neu generierte gesendet wird.
8. EINSTELLUNGEN
1. Allgemein
- Weblog Titel: Der Name des Weblogs. Im Standardtemplate von WordPress erscheint der Titel des Weblogs als "Header" auf jeder Seite, in der Titelleiste des Browserfensters und zur Identifizierung als Name der "syndication feeds" (RSS und Atom).
- WordPress Adresse (URL/Webadresse): Die Adresse (URL), welche die Besucher in ihren Browser eintippen müssen, um das Blog aufrufen zu können.
- Blog Adresse (URL): Für den Fall, dass die neue „Homepage“ (Weblog) bzw. die index.php, die die Artikel anzeigt, in einem anderen Verzeichnis liegt, kann hierbei die URL zu diesem Verzeichnis angegeben werden.
- E-Mailadresse: Die E-Mailadresse, an die das Blog E-Mails zum Thema Wartung und Verwaltung versendet, z. B. "Es hat sich ein neuer User registriert". Hier muss die E-Mailadresse des Administrators (Nutzer "admin") eingegeben werden. Achtung: Eine Änderung der E-Mailadresse im Profil des Admins hat keine Auswirkungen auf diese E-Mailadresse! Diese E-Mailadresse wird nicht im Frontend (bei den Beiträgen) des Weblogs angezeigt.
- Datum und Uhrzeit: Hier kann eingestellt werden, wie WordPress das Datum darstellen soll.
2. Schreiben
Einstellungsmöglichkeiten:
- Einfache / Erweiterte Schreiboptionen
- Grösse der Textbox
- Formatierung
- Standartkategorie
- Rechte neu registrierter Mitglieder
- Schreiben via E-Mail
- Update Services
3. Lesen
Einstellungsmöglichkeiten:
- Anzeigezahl Beiträge auf der Hauptseite
- Anzeigezahl Feedbeiträge + Eingabe Zeichensatz
4. Diskussion
Einstellungsmöglichkeiten:
- Benachrichtigung verlinkter Blogs beim Schreiben
- E-Mail-Benachrichtigung bei Kommentar
- SPAM - Schutz
- Moderation
- Blacklist
5. Permalinks
Einstellungsmöglichkeiten:
- Struktur der einzelnen Seiten
- Kategorie Basis - Struktur
6. Zeitzoneneinstellungen
Anmerkung: es ist darauf hinzuweisen, dass dieses Handbuch auf die Version 2.0 ausgelegt ist. Es handelt sich bei WordPress um eine Open Source Software, die einem ständigen Änderungs- und Weiterentwicklungsprozess unterlegen ist, somit kann dieser Inhalt von nachfolgenden Versionen abweichen!
Weiterführende Quellen
Weblinks
www.blogbar.de Webseite zum Buch "Blogs!"
http://de.php.net/date umfangreiches PHP Handbuch
Verwendete Internetquellen
http://doku.wordpress-deutschland.org/Benutzerhandbuch_Inhalt Benutzerhandbuch Wordpress und FAQ Liste [Stand: 15.01.2007]
http://de.wikipedia.org/wiki/Weblog [Stand: 17.01.2007]
http://static.twoday.net/gang/files/Master-Thesis.pdf Link zur Masterthesis von Wolfgang Schweiger [Stand: 21.01.2007]
http://www.tzwaen.com/publikationen/diplomarbeit/diplomarbeit-weblogs.pdf Link zur Diplomarbeit von Sven Przepiorka [Stand: 21.01.2007]
http://www.e-teaching.org/didaktik/gestaltung/kommunikation/weblog/ [Stand: 23.12.2006]
http://www.abseits.de/weblogs.html [Stand: 23.12.2006]
http://www.drweb.de/weblogs/index.shtml [14.11.2006]
Literatur
Stephan Lamprecht (Hrsg): WordPress 2.x kompakt , bomots-Verlag ca. 160 Seiten, ISBN 3-939316-21-0
Don Alphonso, Kai Pahl (Hrsg): Blogs! Text und Form im Internet. 2004. ISBN 3-89602600-3
Arnold Picot, Tim Fischer (Hrsg): Weblogs professionell, Dpunkt Verlag; Auflage: 1 (Dez. 2005), 257 Seiten, ISBN-10 3-89864-375-1
Wolfgang Schweiger (Verfasser), Masterthesis: Weblogs in der Wissensgesellschaft: Nutzungsmöglichkeiten von Weblogs für wissensgesellschaftlich relevante Themen, März 2006
Sven Przepiorka (Verfasser), Diplomarbeit: Weblogs und deren technische Umsetzung, März 2003
