Podcast
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Kurzdefinition:
Podcasts sind zweierlei Dinge: Zum Einen werden damit Dateien im XML-Format (RSS-Feed) bezeichnet, die mit Hilfe von spezieller Software (vgl. Podcatcher) abboniert werden können und damit verlinkte Mediadateien, die regelmäßig aktualisiert werden, automatisch aus dem Internet herunterladen . Zum Anderen werden auch direkt die mit dem RSS-Feed verlinkten Mediendateien (Audio, Video) als Podcast bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Definition
Was ist eigentlich ein Podcast?
Ein Podcast ist eine Audiodateien-Sendung aus dem Internet, die in zeitllichen Abständen in Episoden gesendet wird. Er kann zum einen auf dem Computer oder auch auf einem tragbaren Abspielgerät angehört/gesehen werden. Inhalte können Musik sein, eine Radio-Show, ein Hörbuch, eine Uni-Vorlesung oder auch ein hörbar gemachtes Tagebuch.
Der Begriff Podcasting selbst setzt sich aus den zwei Worten iPod und Broadcasting (engl. für Sendung, Übertragung, Rundfunk)zusammen. Siehe auch unter Rubrik Hintergrund und Entstehung. [1]
Was macht einen Podcast aus/besonders?
Es ist die Möglichkeit ihn sehr einfach regelmäßig aktualisiert hören zu können. Wenn einmal die Softwareeinstellung richtig gemacht sind, lädt der Computer ständig automatisch die neuesten Folgen des abbonierten Podcasts herunter. [2] So ist man z.B. bei einer Nachrichtensendung zum einen immer up to date kann sich aber auch ältere Sendungen immer wieder anhören. Weiterhin ist die Möglichkeit die Audiodateinen nicht nur am heimischen Computer sondern auch auf einem beliebigen portablen Player zu hören. Ein großer Komfortvorteil. Man kann Podcasts als Radio- oder Fernsehsendungen auffassen, die nicht mehr zu einer bestimmten Zeit konsumiert werden müssen. Auch lässt sich Podcasting mit Video/Audio on Demand vergleichen, allerdings werden jene Begriffe eher mit kostenpflichtigen Diensten in Verbindung gebracht. Podcasts hingegen sind in aller Regel kostenlos.
Naheliegend ist auch der Vergleich mit einem Videorekorder. Wenn man einmal eine Sendung programmiert hat, wird sie dank des VPS-Signals jeden Sonntag automatisch aufgezeichnet. Genau so oder so ähnlich funktioniert auch das Podcasting. [3]
Beim Podcast funktioniert dies über die so genannten Feeds. Ein Sender (Podcaster) eines Podcast stellt Mediendatein auf einem Server bereit. Daneben wird auch eine XML-Datei bereit hochgeladen. Ein Teilnehmer (Podder) kann diesen sogenannten Feed mit einer speziellen Software (Bsp.: iTunes) „abonnieren“. Abbonieren bedeutet, dass in regelmäßigen Abständen die Software den Feed des Podcasts überprüft ob neue Beiträge (Episoden) verfügbar sind und diese dann herunterlädt. Im Vergleich zu einem Zeitschriftenabonnement besteht keine Vertragsbeziehung zwischen Anbieter und Abonnenten. Das Anbieten kann, muss aber nicht, für eine breite Öffentlichkeit stattfinden.
Wie werde ich zum Podcaster/Podder?
Die Technik hinter einem Podcast ist vergleichsweise einfach. Zum Erstellen eines Podcast reicht schon eine Internetverbindung, ein Computer mit entsprechender Software (kostenlos beziehbar), ein Mikrofon und Webspace auf einem Server (Podcpace) für eine Zugriffsmöglichkeit anderer.
Und wie höre ich mir Podcasts an?
Um einen Podcast zu hören benötigt man eine Internetverbindung und einen Computer mit einem Audioplayer (z.B. iTunes). Weiterhin ermöglicht ein Podcatcher (Softwareprogramm) das Abbonieren der Podcasts und deren automatische Aktualisierung. Um dann den "Podcast Lifestyle" zu leben ist dann natürlich noch ein tragbarer Player nötig um wann immer gewünscht in der Lage zu sein den Lieblingspodcast zu hören.
Und die wichtige Frage:
Braucht man zum Podcasting einen iPod???
Nein! Auch wenn der iPod als Namensgeber eine entscheidende Rolle gespielt hat und auch den Trend maßgebich mit beeiflusst hat, so ist dies jedoch nicht zwangsläufig erforderlich. Zum einen kann jede Mediadatei auch auf einem "normalen" Computer mit Soundcard und entsprechender Software abgespielt werden. Zum anderen können Audiodateien auch auf jedem anderen handelsüblichen tragbaren MP3-Player wieder gegeben werden.
[1] Vgl. Annik Rubens, O'Reilly Verlag GmbH & Co Kg (2006), Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen, Seite IX
[2] Vgl. Annik Rubens, O'Reilly Verlag GmbH & Co Kg (2006), Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen, Seite VIII
[3] Vgl. Annik Rubens, O'Reilly Verlag GmbH & Co Kg (2006), Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen, Seite VIII
Begriffe/Vokabular
- Enclosures
- Podcaster / -in, Sender
- Podcasten, Podcasting
- Podserie
- Podcatcher, Pod-Client
- Podproducer
- Podder
- Podjockey
- Podcastosphäre, Podosphäre
- Podspace
- Podzine
- RSS-Feed
- Sendung, Episode, Cast, Podshow
- Shownotes
Begriffsabgrenzungen
Hintergrund und Entstehung
Die ersten Anfänge des Podcastings gehen auf MTV-Moderator Adam Curry und Programmierer und RSS-Pionier Dave Winer zurück. Im Jahre 2000 entstand die Idee Videodateien für den regelmäßigen Download anzubieten und damit Fernsehen im Internet anzubieten. Videodateien stellten sich für diese Zeit als zu groß heraus, so dass erste einmal mit Audiodateien experimentiert wurde. Mit dem RSS-Feed von Winer „bastelte“ Curry 2004 eine Möglichkeit Audiodateien ins Internet stellen zu können. Seine anfänglichen Versuche die er ins Internet stellte wurden das Programm, als Open-Source-Lösung“ von vielen weiter entwickelt. Das Programm wurde verbessert und für die verschiedenen Betriebssysteme „gängig“ gemacht. Damit war die erste Onlineplattform iPodder, heute Juice, geboren. Um das Ganze auch mit Leben zu füllen ging am 13. August Currys erste MP3-Show auf Sendung. [1]
Auch wenn die eigentliche zu Grunde liegende Technik nicht neu ist (das MP3-Format feierte 2005 seinen 10. Geburtstag) trifft dieser Trend genau den Nerv der Zeit. Immer mehr Menschen besitzen einen tragbaren MP3-Player und haben Breitband-Zugang zum Internet. Daher explodierte dieser Trend sprichwörtlich nachdem die noch fehlende Technik verfügbar war weltweit. [2] So wurde im Jahre 2005 „Podcasting“ nicht nur ins Oxford Dictionary of English auf genommen, sondern auch vom New Oxford American Dictionary zum Wort des Jahres in England gewählt. [4]
In Deutschland ging am 2. Oktober 2004 als erstes ein Podcast von Nicolas Oestreich auf Sendung, der dieses Medium dazu nutze sein Magazin multimedial aufzupeppen. Im internationalen Vergleich hat Deutschland gegenüber den USA aber immer noch das Nachsehen was die flächendeckende Verbreitung angeht. [3]
Zum Stichwort Markenrecht. Wie schon erwähnt, hat der Ausdruck Podcast zum Teil seinen Ursprung auch im Begriff iPod. Apple gestattet jedoch nicht den Namen 'Podcast' oder eine andere Abwandlung von 'Pod' kommerziell zu nutzen. MyPodder, iPodder und Podcast Ready haben eine schriftliche Unterlassungserklärung von Apple Computer erhalten. Unter den Podcastern hat dieses Verhalten Kritik ausgelöst.
[1] Vgl. Annik Rubens, O'Reilly Verlag GmbH & Co Kg (2006), Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen, S XIII und IX
[2] Vgl. Annik Rubens, O'Reilly Verlag GmbH & Co Kg (2006), Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen, S XI
[3] Vgl. Annik Rubens, O'Reilly Verlag GmbH & Co Kg (2006), Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen, S XIII
[4] Vgl. Wikipedia/Podcast --> Wort des Jahres
Anwendung
Angewandt wird Podcasting in nahezu jedem Bereich - und dies zunehmend und immer verstärkter. Ein Schwerpunkt liegt aber mit Sicherheit bei den Nachrichtensendern und -magazinen. Nahezu jede Nachrichtensendung wie Tagesschau/Tagesthemen (ARD), heute (ZDF) in Deutschland oder CNN im Ausland. nt-v z.B. besitzt eine ganze Reihe von Podcasts zu verschiedenen News-Themen. Dies ermöglicht dem Nutzer wann immer er gerade Zeit hat die letzten Nachrichten/Informationen zu hören/sehen. Aber auch z.B. unsere Bundeskanzlerin Angelika Merkel veröffentlich regelmäßig Podcast zu aktuellen Themen. Damit kann sie den Bürger auf eine subjektiv sehr direkte Weise ansprechen und Informationen verbreiten. Auch im privaten Bereich hat Podcasting eine weite Verbreitung. Viele nutzen einen Podcast als Ersatz für einen Blog um Freunde, Bekannte oder auch ein unbekanntes Auditorium mit Neuigkeiten zu versorgen. In Unternehmen nimmt die Bedeutung und der Einsatz ebenfalls zu.
Die Verwendung im Hochschulbereich und E-Learning ist separat dargestellt.
Mögliche Verwendungen für Podcasts an Hochschulen [1]
Zum einen könnten Präsentationen zukünftig als Podcast oder Videopodcast aufgezeichnet werden und so dem Publikum präsentiert werden. Podcasts oder Videodcasts können auch nur einen Teil der Präsentation darstellen. Dies hätte den Vorteil, dass die Präsentation etwas aufgelockert werden würde. Eine weiter Möglichkeit des Einsatzes von Podcasts oder Videocasts ist das Aufzeichnen von Vorlesungen. Diese können dann auf der Hochschulseite (unter Umständen nur mittels Passwort zugänglich) verfügbar gemacht werden. Dies wäre eine ideale Möglichkeit der Vorlesungsnachbereitung und Prüfungsvorbereitung. (An dieser Stelle muss gesagt werden, dass es für den Zuhörer nicht zwingend notwendig ist den Referenten zu sehen. Es ist völlig ausreichend das ganze Thema mittels eines Podcasts umzusetzen.) Zur Vorlesungsvorbereitung wäre es möglich, dass die Studenten von den Professoren informiert werden diesen oder jenen Pod- oder Videocast anzuhören bzw. zu schauen. Konkret könnte man sich hierbei beispielsweise vorstellen, dass für das Fach Außenwirtschaft aktuelle außenwirtschaftliche Nachrichten verfolgt werden sollten oder aber auch für das Fach Unternehmensführung der Managermagazinpodcast angehört werden soll. Desweitern können Mathe Vorbereitungskurse oder auch das Erlernen einer Software also sogenannte Tutorials / Schulungssendungen über Pod- bzw. Videocasts die Vorlesung ergänzen bzw. ersetzen. Desweiteren kann eine an der Hochschule zu erlernende Sprache mittels eines Podcasts hinsichtlich der Aussprache wunderbar gelehrt werden. Eine weitere Ergänzung der Vorlesung mittels Videocasts ist zum Beispiel im Fach Physik denkbar. Hier könnten Versuche vorab aufgezeichnet werden und den Studenten an geeigneter Stelle vorgeführt werden. Aufwendige und langwierige Versuchsaufbauten würden damit entfallen. Das Aufzeichnen von Besprechungen kann dazu dienen, dass nicht Anwesende mit dem Besprochenen vertraut werden und automatisch ein Protokoll "geschrieben" ist. Das selbe kann mit Vorträgen gemacht werden.
weiter Links zu diesem Thema:
www.epnweb.org und
www.EduGadget.com
[1] Vgl. Will Richardson, Corwin Press (A Sage Publications Company Thousand Oaks, California),London 2006, Blogs, wikis, podcasts and other powerful web tools for classrooms
Anleitung zum Erstellen/ Anhören eines Podcasts
Mediadatei erstellen
Beginn eines jeden Podcast ist immer das Erstellen einer Mediadatei. Dies kann mit einem Mikrofon und Computer oder einem andern Aufnahmegerät geschehen. Für einen Videocast wird entsprechend zusätzlich eine Kamera benötigt. Um der Episode den letzten Schliff zu verpassen kann es sinnvoll sein eine Nachbearbeitung mit geeigneter Software durchzuführen. Für Audiodateien empfiehlt sich Audacity (Freeware) oder WaveLab (an der HS Albsig verfügbar). Videodateien können mit Adobe Premiere (ebenfalls an der HS Albsig verfügbar) bearbeitet werden.
Dateiformat festlegen
Sofern nicht schon direkt bei der Aufnahme geschehen empfiehlt es sich die Episode in ein komprimierendes Dateiformat wie, für Audio meist MP3 und für Video meist WMV oder MPEG4, zu wandeln. Das erleichtert/bescheunigt den Download für den Nutzer. Hierzu eignen sich ebenfalls die oben genannten Programme.
Im Internet bereitstellen
Um anderen Internetnutzern die Episode zugänglich zumachen, muss die Datei auf einem Webserver geladen werden. Anforderungen an den Webserver ist lediglich eine PHP-Fähigkeit. Für den Upload eignet sich als FTP-Client FileZilla (Freeware).
RSS-Feed erstellen
Um aus der Mediadatei einen Podcast, bzw. die Episode eines Podcasts, zu machen ist es notwendig diese in einen RSS-Feed einzubinden. Wie ein RSS-Feed erstellt wird kann man im entsprechenden Kapitel nachlesen.
Podcast kommunizieren
Um einen Podcast publik zu machen ist es sinnvoll, diesen in einem entsprechenden Verzeichnis zu listen. Hierzu bietet sich z.B. http//:www.podcast.de an. Alternativ bzw. additional können natürlich Verweise auf der eigenen Homepage oder im eigenen Blog darauf hinweisen.
Podcast downloaden
Für den Interessenten von dem Podcast oder allgemein für Podcasts empfiehlt sich Installation eines Podcasting-Clients auf dem Computer zuhause. Das wohl bekannteste Programm mit einem extrem großen Angebot an Podcasts ist iTunes (Freeware). Hierbei können Podcast zum einen aus einer Liste ausgewählt werden oder manuell Links zu einem RSS-Feed eingetragen ind dadurch abboniert werden.
Podcast übertragen
Eine Funktion von iTunes ist tragbare Geräte (z.B. iPod) mit dem Computer zu synchronisieren. Dadurch werden neue Folgen nicht nur automatisch auf den Rechner heruntergeladen, sondern auch auf dieses Gerät überspielt und damit für das Anhören/ -sehen unterwegs bereitgestellt.
Abonieren von Podcasts, regelmäßiges Anhören
Podcasting-Cleints wie iTunes bieten eine Automatisierung des Downloadprozesses. Damit werden sobald verfügbar neue Episoden immer direkt auf den Computer übertragen.
Bild: Erstellen eines Podcasts [1]
[1] Vgl. www.podcast.de
Umgesetzte Beispiele
Während des von uns, Caroline Link und Michel Dicke, durchgeführten Projektes im Rahmen der Lehrveranstaltung Informations und Kommunikationssysteme von Prof. Dr. Ruf, haben wir Podcasts auch exemplarisch praktisch umgesetzt. Es enstanden so als Teil des Projektes
1. Podcast - mit dem Thema "Podcast über Podcastin" 2. Vidcast - Mit einer aufgezeichneten Vorlesung
Die erstelleten Medien sollten dafür genutzt werden zu zeigen und zu testen in wie weit Podcasts realisierbar sind und welche technischen Einrichtungen und Voraussetzungen gegeben sein müssen um diese Technik im Bereich E-Learning an der Hochschule einsetzen zu können.
Darüber hinaus haben wir verschiedene Webcams auf ihre Einsatzmöglichkeiten für die Aufzeichnungen von Vorlesungen und Dozenten getestet.
3. Webcamtest
1. Podcast
Die hinter dem von uns erstellten Podcast war, das verwendete Medium auch zum Inhalt zumachen machen und über die Tonspur zu beschreiben was diese Technik ausmacht und wer diese nutzt.
Um dem Höhrer eine möglichst kurzweile Erklärung zu bieten haben wir das Ganze im Interview-Style realisiert.
Für die Aufnahme haben wir den Inhalt den wir wiedergeben wollten in einem Storybord zusammengetragen, welches uns dann für die Aufnahme als Vorlage diente. Dieses kann nachstehend eingesehen und gelesen werden:
Storybord: Podcast über Podcasts
Um zu testen ob eine kostenfreie Software Audacity (Möglichkeit zum Download s.u.) für die Aufnahme verwendet. Um aber auch zu vergleichen ob diese Qualitätsverluste gegenüber professioneller Software mit sich bringt haben wir parallel den POdcast auch mit WaveLab mitgeschnitten. Dieses Programm ist ein käuflich zu erwerbendes Programm das Einsatz an der Hochschule findet. Ein Nachteil von Audacity hinsichtlich Bedienbarkeit oder Qualität konnte bei unseren Einsatzzwecken von uns aber nicht festgestellt werden.
Als Hardware wurden die Multimediarechner im WIW-PC-Pool genutzt.
Die Audiodateien für den Podcast wurden mit Stereotonspur mit 32bit aufgezeichnet.
Zum Nachbearbeiten und Schneiden der aufgenommenen Audiodatei haben wir ebenfalls Audacity verwendet. Als Ein- und Ausleitung haben wir jeweils noch einen Jingle angehängt um dem Gesprochenen noch einen angenhemen Rahmen zu geben.
Nachdem die Datei fertig gestellt war, haben wir diese mittels eines FTP-Clients auf den dafür vorgesehenen Webserver überspielt. Zum "Hochladen" haben wir FileZilla (Freeware zum Download s.u.) genutzt.
Um aus der Mediadatei einen Podcast zu machen, war es dann nötig eine Verknüpfung durch einen RSS-Feed zu erzeugen.
Geschrieben haben wir den RSS-Skript mit dem RSS-Feed Writer von Mirabyte (Freeware zum Download s.u.).
Skript als PDF-Datei:
XML-Skrip des erstellten Podcasts
Podcast über Podcasting
Link zum Podcast (zur Verwendung in einem Podcatcher):
Direkte Links zu den einzelnen Mediadateien:
2. Videocast
Um die Möglichkeiten zu Verwendung im Hochschulbereich, und dort speziell im Bereich E-Learning, weiter zu gründen, haben wir für einen Videocast eine "normale" vorlesung aufgezeichnet und diese über das Internet angeboten.
Als Beispiel haben wir die eine Vorlesung der Lehrveranstaltung "Kosten und Leistungsrechnung" von Prof. Dr. Sommer zum Thema Betriebsabrechnungsbogen aufgezeichnet.
Für die Aufnahme haben wir folgende Hardware genutzt:
- Sony HDTV Kamera incl. Schnittrechner der Hochschule
- Tragbares Funkmikrofon
- 2 Halogenscheinwerfer
- div. Zubehör
Die Aufnahmen haben wir nicht nur via Netzwerkkalbel direkt auf einen Server überspielt sondern auch mit einer Kassete in der Kamera aufgezeichnet. Primärer Grund hierfür war vor allem die extrem hohe Qualität des HDTV-Streams und damit verbundene, für einen Podcast viel zu große, Dateigröße. Hierdurch hatten wir die Möglichkeit parallel auch noch in niedrigerer Qualität für die wetere Verwendung als Podcast aufzeichnen zu können.
Um eine gleichbleibend gute Tonqualität gewährleisten zu können haben wir ein Ansteckmirofon benutzt, welches eine direkte Tonspur für die Kamera geliefert hat.
Um die vergleichsweise schlechten Lichtverhältnisse aufzubessern haben wir zusätzlich zur Raumbeleuchtung zwei Halogenstrahler rechts und links des Raumes plaziert.
Bild: Aufbau für das Abdrehen des Vidcasts
Die weitere Bearbeitung haben wir dann an den Multimediarechnern im WIW-PC-Pool durchgeführt.
1. Die aufgezeichnete Videospur wurde mit dem Programm Premiere Pro geschnitten.
2. Kriterien hinsichtlich des Schnitts waren:
- alle Pausen wurden nahezu herausgeschnitten (dadurch, dass in diesem Beispiel das Publikum eine Aufgabe zu bearbeiten hatte war dies relativ viel)
- die logischen Zusammenhänge sollten erhalten bleiben
- unnötige Füllwörter bzw. sätze wurden "entfernt"
- die Datei sollte am Ende möglichst kurz sein
- es wurden lediglich Teile weggeschnitten und nicht wie beim Podcast, ein Jingle bzw. Bett oder Ähnliches hinzugefügt
3. Nachdem die Datei fertig geschnitten war wurde sie komplett gerendert (ins mp4 Format)
4. Danach wurde die komplette Datei nochmals in Einzelteile (Einleitung, Aufgabenstellung...) geschnitten, damit diese vom Betrachter einzeln angeschaut werden können
5. Um ein iPod bzw. MP3 fähiges Format zu erzeugen wurden die avi Dateien mittels einer Freeware in MPEG4 Dateien bzw. mov Dateien gewandelt.
Nachdem die Dateien fertig zusammengestellt waren, haben wir auch diese mittels eines FTP-Clients auf den dafür vorgesehenen Webserver überspielt. Zum "Hochladen" haben wir FileZilla (Freeware zum Download s.u.) genutzt.
Um aus der Mediadatei einen Podcast/Videocast zu machen, war es dann nötig eine Verknüpfung durch einen RSS-Feed zu erzeugen.
Geschrieben haben wir den RSS-Skript mit dem RSS-Feed Writer von Mirabyte (Freeware zum Download s.u.).
Skript als PDF-Datei:
XML-Skrip des erstellten Videocasts
Link zum Videocast RSS-Feed (zur Verwendung in einem Podcatcher):
Direkte Links zu den einzelnen Mediadateien:
- KLR Vorlesung Teil1
- KLR Vorlesung Teil2
- KLR Vorlesung Teil3
- KLR Vorlesung Teil4
- KLR Vorlesung Gesamt (mp4)
- KLR Vorlesung Gesamt (wmv)
Ergebniss und Auswertung
Ausleuchtung
- Referent fühlte sich geblendet --> Natürlichkeit geht dadurch verloren
- Ungleichmäßige Ausleuchtung - Trotz der Verwendung von zwei Scheinwerfern Licht/Schatten
- Aufwendige Installation der Scheinwerfer
- Durch zusätzliches, direktes Licht: Power Point Folien/ Overhead Folien noch schlechter lesbar
Ton
- Tonspur gut und gut verständlich
- Mikro kann einfach angebracht werden
- Stört/behindert den Dozenten nicht
- Für weitere Aufzeichnungen wäre es sinnvoll ein weiteres Mikrofon vorzuhalten, falls jemand mit in Vorlesung einbezogen wird (z.B. wenn jmd etwas vorrechnet oder über etwas referiert oder ein Gespräch stattfindet)
Kameraaufbau/Bildqualität
- Aufbau und Vorbereitung sehr zeitintensiv und aufwendig
- Die Notwendigkeit eines Rechners, sowie die Kamera selbst sind platzraubend
- Die Technik stört und irritiert das Auditorium
- Gezeigt Folien (Overhead/Power Point) sind auf dem Videoclip schlecht bis gar nicht lesbar; müssen separat mitgeliefert werden
- Trotz der Ausleutung ist das Bild zu dunkel
Sonstiges
- Komplette Vorlesung als Datenspur zum Download zu groß
- Zuvor mit Referent Inhalt und Medien (Tafel, Overhead...) die eingesetzt werden sollen absprechen, damit man Kamera UND Ausleuchtung dementsprechend positionieren kann
3. Webcamtest
Umzu testen ob es möglich ist eine Vorlesung ohne einen extra Kameramann aufzuzeichnen, haben wir zwei verschiedene Webcams für diesen Einsatz getestet. Zum Einsatz kamen von Creative eine Kamera des Modells Live mit einem Weitwinkelobjektiv sowie eine drehbare Kamera vom Modell Motion mit einer Verfolgungsautomatik.
Die Tests mit den Kameras haben wir im Vorlesungsraum W303 durchgeführt. Zum Test haben wir Kameras nacheinander auf dem im Raum montierten Beamer plaziert.
Der zuerst mit der Weitwinkelkamera Creative Live durchgeführte Test zeigte, dass das Blickfeld der Kamera zwar hervorragend ist und den gesamten vorderen BEreich des Vorlesungssaals darstellt, aber die Bildqualität selbst nicht ausreichend ist.
Sowohl das Verzerren durch das Weitwinkelobjektiv, wie auch die langsame Bildfolge sind für den Betrachter störend. Ferner ist die Tonqualität des integrierten Mikrofons in keinster Weise akzeptabel. Über den Beamer dargestellte Folien sind nicht lesbar.
Auch das Ergebnis mit der zweiten bewegbaren Kamera Creative Motion konnte nicht vollständig überzeugen. Auch wenn die reine Bildqualität besser war arbeitere der Verfolgungmodus nicht zufriedenstellend, auf die vergleichsweise große Distanz. Der Versuch die Kamera dem Sprecher folgen zu lassen funktionierte nicht, da sich die Kamera auf hellere Flecken oder Bereich (Lampen, weißes Flip-Chart) fokussierte. Ein Mikrofon war in dieser Kamera nicht integriert.
Das beste Ergebnis in diesem Test konnten wir mit der Creative Motion mit ausgeschalteter Auto-Verfolgung erreichen. Hierdurch konnten wir, wenn auch nicht gute, so doch passable Bildergebnisse erreichen. Abre auch hier waren die Folien nicht lesbar und der Sprecher nur vergleichsweise undeutlich erkennbar.
Direkte Links zu den einzelnen Mediadateien:
- Creative Live (Weitwinkelkamera)
- Creative Motion (Bewegbare Kamera im Automatikmodus)
- Creative Motion (Bewegbare Kamera, fest fixiert)
Auswertung und Ergebnisse
- Es sollte auf jeden Fall ein separates Mikro für die Tonspur verwendet werden
- Für den dauerhaften Einsat sollte eine bessere Webcam/Kamera verwendet werden um lästiges auf- und abbaueen zu verhindern und dem Dozenten das ganze so stressfrei wie möglich zu gestalten. Dafür sollte auch eine gewisse Automatisierung der Aufnahme erfolgen (Start und Stopbefehl, Rest selbstausführend)
- Der einfacheren Umsetzbarkeit sollte auch die Möglichkeit in Erwägung gezogen werden nur die Tonspur aufzuzeichen
- Der Raum W006 sollte für Mitschnitte eher nicht genutzt werden, da er sehr dunkel ist. Besser sind die Räume im 3. Stock oder der M004 geeignet
Hilfreiche Software (Freeware) zum Erstellen von Podcast
- Audacity - Software zum aufnehmen und bearbeiten von Audiodateien
Audacity
- Mirabyte RSS Feed-Writer - Software zum erstellen von Rss-Feeds
RSS Feed-Writer
- FileZilla - FTP-Client
FileZilla
- iTunes - Podcatcher No. 1
iTunes
Weiterführende Quellen
Literatur
- Tee Morris & Evo Terra: Podcasting for Dummies, Wiley Publishing, Inc. 2006, ISBN 0-471-74898-6 (Signatur Ausleihe Albstadt InMn 75)
- George Colombo & Curtis Franklin, Jr.: Absolute Beginner's Guide to Podcasting, Que Publishing 2006, ISBN 0-7897-3455-9 (Signatur Ausleihe Albstadt InMn 76)
- Annik Rubens: Podcasting - das Buch zum Audiobloggen, O'Reilly Verlag GmbH & Co. KG, 1. Auflage 2006, ISBN 3-89721-459-8 (Signatur Ausleihe Albstadt InMn 74)
- Will Richardson: Blogs, wikis, podcasts and other powerful web tools for classrooms, Corwin Press (A Sage Publications Company Thousand Oaks, California), London 2006, ISBN 1-412-92766-8
Verwendete Internetquellen
- http://de.wikipedia.org/wiki/Podcast (Stand 15.12.2006)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Enhanced_Podcast (Stand 15.12.2006)
- http://de.wikipedia.org/wiki/Phonecasting (Stand 15.12.2006)
- http://www.podcast.de/ (Stand 15.12.2006)


